Was ist Erfolg?

Es gibt Begriffe, die jede*r kennt und die häufig verwendet werden, ohne dass über deren Bedeutung allzu viel nachgedacht wird. Sie kommen oft in Büchern und Zeitungsartikeln vor, sie werden immer wieder in Vorträgen und Gesprächen erwähnt und sie tauchen auch in unseren Gedanken auf. Weil sie so häufig vorkommen und allgemein bekannt sind, wird davon ausgegangen, dass diese Begriffe fixe Konstanten sind und alle wissen, um was es geht. Dies ist allerdings nicht notwendigerweise der Fall.

Es ist von entscheidender Bedeutung, scheinbar etablierte Begriffe immer wieder aufs Neue zu hinterfragen. Wie lautet meine eigene Definition von einem Begriff? Wie kommuniziere ich mit anderen über ein bestimmtes Thema? Haben wir eine gemeinsame Basis, so dass wir uns auch wirklich verstehen können?

In diesem Beitrag möchte ich einen solchen Begriff genauer betrachten – und zwar geht es um Erfolg.

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Kann Demokratie erlernt werden? – Was Fehlerkultur und Experimentieren mit Demokratiekompetenz zu tun haben

Nadja Taranczewski von Conscious U hat mich für ihren Newsletter im Februar zum Thema Adultismus, Selbstwirksamkeit und Demokratie interviewt.

Dies ist ein Auszug aus unserem Gespräch. Das Video des gesamten Interviews (30 Minuten) ist unter folgendem Link zu finden: https://vimeo.com/909464723


Was ist Adultismus und wie wirkt sich dieser in der Gesellschaft aus?

Adultismus ist die Diskriminierung von jungen Menschen aufgrund ihres Alters. Es ist wahrscheinlich die verbreitetste Diskriminierungsform weltweit. Dahinter steckt die Annahme, dass Kinder und Jugendliche weniger zu sagen haben, dass sie weniger intelligent oder weniger wertvoll sind. Wenn man genauer hinguckt, dann sieht man, dass das gesellschaftlich eine weit verbreitete Annahme ist, die sich in verschiedenen Bereichen widerspiegelt.

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Spielen, Neurobiologie und Kreativität

“Immer dann, wenn wir zu spielen beginnen, öffnet sich uns eine Welt, in der all das verschwindet, was uns im alltäglichen Zusammenleben daran hindert, die in uns angelegten Potenziale zu entdecken und zu entfalten. Wenn wir wirklich spielen, erleben wir auch keinen Druck und keinen Zwang mehr, und wenn es nichts mehr gibt, was uns bedrängt, verschwindet auch die Angst. Deshalb fühlen wir uns immer dann, wenn wir spielen, lustvoll und frei.”

Spielen verstärkt unsere Lebensfreude!

Im Spiel verlieren wir unsere Angst!

Im Umkehrschluss lässt sich auch feststellen, dass Kinder sofort aufhören zu spielen, wenn sie unter Druck geraten (beispielsweise wenn sie spüren, dass sie beobachtet werden), wenn es ihnen nicht gut geht (weil sie krank sind oder ein Problem sie belastet) und wenn sie sich verunsichert fühlen oder Angst haben.

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Schriftlose Sprachen, lesende Analphabeten und kulturelle Vielfalt

Von den ca. 7.000 Sprachen, die derzeit weltweit gezählt werden, existiert fast die Hälfte nicht in schriftlicher Form. Es sind Sprachen, die ausschließlich mündlich verwendet werden.

Diese schriftlosen Sprachen beinhalten das Wissen von Generationen von Vorfahren, das hauptsächlich in Form von Geschichten, Mythen, Liedern und Ritualen weitergegeben wird. In vielen solcher Kulturen ist der „Geschichtenerzähler“ oder „Geschichtenbewahrer“ eine wichtige Berufung, die eine besondere soziale Stellung mit sich bringt.

Darüberhinaus gibt es auch Gegenden, in denen zwar Sprachen, die in schriftlicher Form existieren, gesprochen werden, wo die Mehrzahl der Menschen jedoch nicht lesen und schreiben gelernt hat. Auch dort ist die jeweilige Kultur anders ausgerichtet als an Orten, wo lesen und schreiben ganz selbstverständlich zum Alltag gehören.

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Freilernen braucht Vielfalt

Stellt euch mal vor, wir wären alle gleich. Wir hätten alle die gleichen Ansichten, die gleichen Wünsche, die gleichen Probleme, den gleichen Beruf, ja sogar das gleiche Lieblingsessen. Wäre das nicht furchtbar langweilig?

Eine Welt, in der alle gleich wären, wäre ziemlich eintönig und würde wohl auch kaum viele Lernmöglichkeiten bieten. Wenn wir immer nur dem begegnen würden, was wir eh schon kennen, würden wir uns höchstwahrscheinlich auch selbst nie in all unserer Vielfalt und unserem Facettenreichtum kennenlernen. Wir würden uns auf das beschränken, was offensichtlich ist, und das, was da noch so alles versteckt in uns schlummert, nie entdecken. Wir würden nur äußerst selten überrascht und inspiriert werden durch das, was andere tun, was wir irgendwo sehen oder lesen oder was wir in einem Gespräch hören.

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Ein Interview über das Bedingungslose Grundeinkommen

Nina Downer im Gespräch mit Malina Günzel

Hallo Malina, ich freue mich sehr, dass du heute für uns einige Fragen zum Bedingungslosen Grundeinkommen beantwortest. Du arbeitst für den Verein Mein Grundeinkommen e.V. Kannst du unseren Leser*innen den Verein und seine Arbeit kurz vorstellen?

Hallo Nina, ja, das mache ich sehr gerne. Den gemeinnützigen Verein Mein Grundeinkommen gibt es seit dem Sommer 2014. Er wurde damals ins Leben gerufen, um auf die Frage, ob wir als Gesellschaft ein Bedingungsloses Grundeinkommen wollen und können, ein “Lass es uns einfach ausprobieren!” zu antworten.
Mein Grundeinkommen sammelt per Crowdfunding Spenden und immer wenn 12.000 Euro zusammen sind, verlosen wir diese als einjährige Grundeinkommen (1000 Euro pro Monat).
Durch Mein Grundeinkommen können wir testen, wie Grundeinkommen wirken kann, können lernen, welche Erfahrungen Menschen mit Grundeinkommen machen und schaffen dadurch eine lebendige Gesprächsgrundlage. Damit beleben wir die öffentliche Debatte ums Bedingungslose Grundeinkommen immer wieder mit neuen Impulsen.

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